Moderne trifft Landhausstil: Terracotta-Fliesen, Ziegelfliesen und antike Fliesen für einen privaten Neubau

Eigentlich gibt es für uns kein schöneres Kompliment: wenn ein Kunde sehr genaue eigene Vorstellungen von der Fliesengestaltung hat, sich aber „trotzdem“ eine Beratung wünscht, um sich von der Vielfalt unserer handgeformten Terracotta-Fliesen inspirieren zu lassen. Oft entstehen so ganz neue Ideen – auf beiden Seiten. Eine wunderbar kreative Zusammenarbeit.

So war es auch in diesem Fall: Die Eheleute Silke und Rainer W. traten an uns heran, um ihr neu gebautes Haus vollständig mit handgeformten Terracotta-Fliesen auslegen zu lassen, insgesamt 250 Quadratmeter. Das Ungewöhnliche: Das Haus wurde vom Ehepaar selbst geplant, und zwar in perfekter Teamarbeit: Während die von Silke gestaltete Vorderseite im bayerischen Landhausstil gehalten ist, bildet die von Rainer entworfene Rückseite einen Kontrapunkt mit viel Glas und Licht – eine harmonische Symbiose von modern und traditionell. Ein originelles architektonisches Detail ist die offene Küche, die als „Haus im Haus“ entworfen ist, ähnlich einer bayerischen Würstlbude.

Industriefliesen vom Baumarkt? Bloß nicht.

Kaum verwunderlich, dass so ein kreatives Paar auch von der Bodengestaltung genaue Vorstellungen hat. Eines war jedenfalls klar: Nur ja keine charakterlose Massenware vom Baumarkt!

Und so ging dann alles ganz schnell: Kurze Recherche nach Fliesen-Manufakturen, auf handgeformt.de gestoßen, ein Anruf – und schon machten sich die beiden auf den Weg zu unserem Showroom in Berlin-Pankow und unserem Lager in Neuhardenberg, um sich einen Überblick über unser gesamtes Angebot an Terracotta-Fliesen zu verschaffen.

Nach ausführlicher Beratung von Karsten Blättermann fiel die Wahl schließlich auf einen schönen Dreiklang: die Antike Fliese Art Antiquus in Kombination mit der Ziegelfliese Art Tegula und der Terracotta-Fliese Art Blättermann.

 

Ein Wohnzimmer mit antikem Flair

Für die größte Fläche des Hauses, das Wohnzimmer, wurde die Antike Fliese Art Antiquus gewählt. Ihre rustikale, antike Anmutung hatte es dem Ehepaar von Anfang an besonders angetan. Die im historischen französischen Flächenmaß 22×22 cm hergestellte Fliese erhält beim Brennen durch ihre spezielle Mischung aus gröberem Lehm eine unebene, raue bis rissige Oberfläche mit kleinen gewollten „Makeln“ – dem untrüglichen Zeichen echter Manufakturware. Je nach Lichteinfall erinnert ihre nuancenreiche grau-braune Färbung an Schiefer.

Fürs Wohnzimmer ausgewählt wurde die Art Antiquus aber nicht nur aus ästhetischen Gründen. Mit 3 cm Stärke gibt sie einen hervorragenden natürlichen Wärmespeicher für die Fußbodenheizung ab.

Um den großen Wohnraum in sich zu strukturieren, kombinierten wir eine diagonale Verlegung mit der klassischen Kreuzfuge und setzten den Couchbereich auf diese Weise als eigenes Feld ab.

 

Ungewöhnlich: ein Fliesenboden mit Schattenspiel

Für den Boden in Flur, Bad und Küche entschieden sich Rainer und Silke für die Ziegelfliese Art Tegula im Format 12x25x3 cm. Diese griffige, solide Ziegelfliese wird bei der Herstellung statt mit Holz mit der Hand abgezogen. Dadurch erhält sie ihre rillige Oberflächenstruktur, ein natürliches Relief, das hübsche Licht- und Schattenspiele wirft. Kleine Unebenheiten, Risse und Kerben verleihen dieser Fliese zusätzlich ihren ursprünglichen und authentischen Charakter.

Wie bei der Art Antiquus im Wohnzimmer, hatte es aber auch hier nicht nur ästhetische, sondern auch praktische Gründe, warum wir die Art Tegula speziell für Flur, Bad und Küche empfahlen: Durch ihre raue Oberfläche ist die robuste Ziegelfliese auch bei Nässe absolut rutschfest.
Um die Böden in Flur, Bad und Küche abwechslungsreich zu gestalten, verlegten wir die Art Tegula im Flur im Fischgrätmuster, mit umrahmendem Fries.

 

Originell: eine Küchenarbeitsplatte aus Fensterbänken

Die Küche ist meist das gemütliche Herzstück im Haus. Erst recht bei Rainer und Silke: Den zum Wohnzimmer hin offenen Küchentresen entwarf das lebenslustige Paar wie eine Art Imbissbude, mit geziegeltem Schrägdach.

Inspiriert durch Beispiele in unserem Berliner Showroom entschieden sie sich bei der Gestaltung der Arbeitsflächen für die Terracotta-Fliese Art Blättermann im Format 15×15 cm – und zwar mit so originellen Gestaltungsideen, dass diesmal wir begeistert waren. So schlug das findige Paar für die Vorderseite des Küchentresens kurzerhand Terracotta-Fensterbankfliesen vor. In der Tat: Mit ihrem runden Abschluss sind sie für den Rand von Arbeitsplatten bestens geeignet.

Der Küchenboden wurde klassisch mit Sockelfliesen abgeschlossen – doch auch hier mit einer kleinen Abweichung: Die 9 cm hohen Sockelfliesen wurden 2 cm dünn geschnitten, was einfach hübsch aussieht.

Eine weitere Besonderheit: Es wurde die Rückseite der Art Blättermann verlegt. Ihre leicht rissige, narbige Oberfläche ist angelehnt an historische Terracotta-Fliesen und besonders belastbar. Die abschließende Versiegelung mit Bienenwachs, die einen natürlichen Schutz vor Feuchtigkeit und Beanspruchung bietet, übernahmen Rainer und Silke übrigens selbst.

Eine weitere originelle Idee des Paars: Für die Fensterbänke nach außen und innen wurden Treppenstufen-Fliesen verwendet. Auf Mauersteinformat zugeschnitten, unterstreichen sie schön den ländlichen Charakter des Hauses. Ein gut durchdachtes Detail: Auch die Fugendicke der Treppenstufen-Fliesen wurde auf die des Mauerwerks abgestimmt.

Mit Bienenwachs gegen Schmutz und Feuchtigkeit

Zur Oberflächenbehandlung nach dem Verlegen haben wir bei allen Fliesen mehrfach Erstwachs aufgetragen, mit Ausnahme der Art Blättermann, für die Bienenwachs verwendet wird. Das Bienenwachs sorgt auf natürliche Weise für eine pflegeleichte, hygienische und dauerhaft belastbare Oberfläche, mit seinem sanften Glanzschimmer außerdem für ein auch optisch schönes Resultat.

Neben den vielen ungewöhnlichen Gestaltungsideen von Rainer und Silke hat uns ein kleines, feines Detail ganz besonders gefreut: die handgeformt-Logofliese, die das Paar unbedingt in die Küchenarbeitsplatte eingelegt haben wollte.

Gibt es einen schöneren Beweis, dass man seinen Kunden glücklich gemacht hat? Wir finden: nein!

 

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